Apulien: die Hacke ist Spitze
Apulien im Südosten der Apenninen-Halbinsel zählt wegen seiner zahlreichen kulturhistorischen Denkmäler und vor allem der außergewöhnlichen, teilweise noch als Geheimtipp geltenden Naturschönheiten zu den atemberaubendsten Regionen Italiens. Das milde Klima mit 300 Sonnentagen im Jahr ermöglicht eine ausgesprochen lange Reisesaison von März bis November.
Kulturlandschaft
Abwechslungsreich wie die Natur präsentiert sich auch die Kulturlandschaft der Region. Bereits Friedrich II. war von der Schönheit des Südens beeindruckt, ließ dort trutzige Festungen errichten und erklärte sie zu seiner Wahlheimat. Der achteckige Bau des Castel del Monte dokumentiert dies eindrucksvoll und zählt neben romanischen Kathedralen, der Barockarchitektur der südlichen Provinzhauptstadt Lecce und der weißen Stadt Ostuni zu den wichtigsten Anziehungspunkten Apuliens. Eine auf der Welt einzigartige Besonderheit sind die Trulli, jene Rundbauten mit den spitzen Dächern, die vor allem zwischen Ostuni und Martina Franca das Landschaftsbild prägen, in jüngster Vergangenheit gelungen restauriert wurden und zum Teil gemietet werden können. Das Trulli-Städtchen Alberobello im Itria-Tal gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Im Landesinneren zeigen sich dem Apulien-Reisenden jahrhundertealte Olivenhaine und Rebenpflanzungen soweit das Auge reicht. Man fährt durch kleine Dörfer, ab und zu erblickt man einen einzelnen Bauernhof, verträumt und unberührt wie vor Jahrhunderten. Die apulischen Landwirte waren einst reiche Großbauern und ihre Höfe glichen wegen der vielen Angriffe vom Meer wahren Festungen. Einige dieser Masserie wurden in den letzten Jahren nach strengen Auflagen in stilvolle Hotels umgebaut.
Küste
Bezaubernde Küstenlandschaften erstrecken sich über 800 Kilometer. Flache, weite Sandstrände wechseln mit steilen Felsküsten und stillen Buchten ab. Die Halbinsel Gargano im Norden der Region wird von glasklarem Wasser umspült und ist genauso wie die Küste des Salento eine ideale Destination für Wassersportler und Erholungssuchende. Die bizarren Klippen und Grotten läßt man am besten bei einer Bootsfahrt um die Halbinsel auf sich wirken. Apulien ist bis auf die gebirgige Halbinsel des Gargano von vorwiegend flacher Landschaft geprägt und gilt somit als ideales Ziel auch für Freizeitbiker. Weiterhin bietet der Stiefelabsatz einzigartige Voraussetzungen für Golf-Parcours in reizvollstem Umfeld und Strandnähe.
Küche
Auch kulinarisch ist Apulien sehr vielfältig. Es sind vor allem heimische Produkte, die auf den Tisch kommen. Die Region ist sehr stark von Landwirtschaft geprägt. Feinschmecker kommen hier voll auf ihre Kosten. Fangfrische Fische und Meeresfrüchte fehlen bei keiner Mahlzeit. Bestes Olivenöl ist solide Basis eines jeden Gerichtes, das von frischem Obst und Gemüse sowie fantasievollen Pastavariationen begleitet wird.
Traditionen
Daß ein Landstrich, der tief in seinen Traditionen verwurzelt ist, über einen bunten Veranstaltungskalender verfügt, wundert kaum. Nirgendwo äußert sich die apulische Kultur und die Lebensfreude der Apulier so unmittelbar und temperamentvoll wie in ihren Festen, die häufig religiösen Ursprungs sind. Von Januar bis Dezember reicht das Veranstaltungsprogramm und bietet vor allem Gästen Gelegenheit, einheimische Sitten und Bräuche kennenzulernen.
Anreise
Apulien ist über ein gut ausgebautes Autobahn- und Schienennetz bequem erreichbar. Die Flughäfen Bari und Brindisi werden aus Deutschland von Alitalia, Lufthansa und LTU angeflogen. Von Hahn aus geht es mit der ersten italienischen Low-Cost-Airline Volareweb über Venedig auch nach Brindisi. Zudem fliegt Hapag Lloyd Express ab April nach Bari. Airtours, TUI, Olimar, Thomas Cook, Studiosus und Dertour haben neben zahlreichen Busreiseveranstaltern das interessante Urlaubsgebiet in Italiens sonnigem Süden im Programm.
Die Genüsse Apuliens: Kultur, die auf der Zunge zergeht


