Es ist ein Erfahrungsbericht über den Anfang und das Ende ihres Schulweges, eine ernüchternde Bilanz über den Alltag an bayerischen Schulen,über Desorientierung, Gleichgültigkeit, Ignoranz, über völliges Alleingelassensein, wo man schnell zum Verlierer und Einzelkämpfer wird, sowohl als Schüler, als auch als Lehrer.

Kristina Kause ist in dreieinhalb Jahrzehnten weit "herumgekommen": Sie begann als Junglehrerin mit ersten Klassen, arbeitete dann viele Jahre im 3./4.Jahrgang, danach unterrichtete sie 13 Jahre an der Gesamtschule Schüler aller Jahrgänge, war danach an Brennpunkthauptschulen und in Sprachlernklassen unterwegs und ließ sich in den letzten Jahren als Mobile Reserve an fast allen Nürnberger Hauptschulen einsetzen. Sie sammelte auf ihrer Reise einen reichen Erfahrungsschatz an insgesamt etwa 30 Schulen und ihr Fazit heute lautet: "Wir, die wir einst angetreten waren, Bildung zu vermitteln, verkamen zu bloßen Aufpassern für Kinder, mit denen die Gesellschaft immer weniger zu tun haben wollte."

Es überrascht, was Schüler in dieser Situation als Lösung anbieten..... Stoff also für einen interessanten Abend!

"Kristina Kause ist eine mutige Frau. Das Buch, das sie geschrieben hat, wird ihr so manchen Groll entgegenbringen-und sicher genauso viel Sympathie. Ja ,vielleicht auch Dankbarkeit für ihre Aufrichtigkeit."  (NÜRNBERGER ZEITUNG vom 28./29.7. 12)

Nürnberg, 04.01.2016